Die Corona-Krise ist eine Zeit vieler Fragen. Wann wird der Virus besiegt sein? Wohin können wir in Urlaub fahren? Was wird aus meinem Arbeitsplatz? Wann wird das Leben wieder sein wie früher? Aber auch: Was hat diese Plage zu bedeuten? Was will uns Gott damit sagen? Manche Menschen suchen nach schnellen Antworten und Sündenböcken: China ist schuld oder Bill Gates oder die Regierenden. Aber solche Mutmaßungen und Verschwörungstheorien führen ins Leere. Wer fragt, muss auch hören. Und er sollte die Antwort nicht von irgendwelchen Geistern erwarten, sondern von einer zuverlässigen Autorität. Im letzten Buch der Bibel, der Offenbarung, kommt in den Sendschreiben an die sieben Gemeinden immer wieder eine Aufforderung vor:

„Wer Ohren hat, der höre, was der Geist den Gemeinden sagt.“

Damit ist nicht irgendein Geist gemeint, sondern der Geist Gottes. Der ist nichts für geistlich Schwerhörige. Denn er teilt sich nicht vorlaut mit; meist weht er leise. Man muss schon genau und oft auch geduldig hinhören. Aber er gibt zuverlässige, wenn auch manchmal unbequeme Antworten.

Im Sendschreiben an Laodizea steht ein bemerkenswerter Satz:

„Du sprichst: Ich bin reich und habe genug und brauche nichts!, und du weißt nicht, dass du elend und jämmerlich bist, arm, blind und bloß“ (Offenbarung 3,17).

Könnte es sein, dass wir uns zu sehr auf unser eigenes Können, unseren Wohlstand, auf schöne Häuser, exotische Urlaubsreisen, luxuriöse Autos und das schnelle Geld konzentriert haben? Haben wir Gottes Reichtümer vernachlässigt, die man nicht kaufen kann wie etwa Nächstenliebe, Barmherzigkeit und Dankbarkeit? Haben wir Gottes Ehre befleckt? Gott will uns durch die Corona-Krise zur Umkehr einladen. Denn im Sendschreiben an Laodizea heißt es weiter:

„Ich rate dir, dass du Gold von mir kaufst, das im Feuer geläutert ist, damit du reich werdest…“ (Offenbarung 3,18)

Wolfgang Polzer

(Foto: Robin Higgins, Pixabay)